
Der Campus Wilhelmstadtschulen besteht aus einem weitläufigen grünen Gelände in der Spandauer Wilhelmstadt. Dort befinden sich neben zwei Kindergärten auch eine Grundschule, eine Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe und ein Gymnasium. Kinder jedes Alters werden hier von Anfang an gefördert und gefordert. So entsteht ein durchgängiges Bildungsangebot, das vom frühen Kindesalter bis zum mittleren Schulabschluss oder bis zum Abitur reicht. Eltern haben die Gewissheit, dass ihre Kinder von Anfang an gut aufgehoben sind und nahtlos in den nächsten Bildungsabschnitt starten können.
Sowohl in Berlin als auch im Berliner Speckgürtel, in dem Schulplätze knapp sind und die Suche nach geeigneten Plätzen anstrengend verlaufen kann, bedeutet dieser Ansatz eine Entlastung. Die Abdeckung der Bildungslaufbahn bis zum Abitur bietet nicht nur Sicherheit und Orientierung, sondern vor allem Kontinuität. Gerade in Zeiten, die von Unsicherheit geprägt sind, ist dies ein hohes Gut. Durch den baulich eingegrenzten Campus lernen Kinder und Jugendliche in einer vertrauten, sicheren Umgebung und entwickeln ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Geschwister können gemeinsam denselben Campus besuchen, wodurch der tägliche Weg zur Schule sowie zur Kita vereinfacht und Eltern entlastet werden.
Auch pädagogisch bietet ein Campusmodell viele Pluspunkte. Verschiedene Einrichtungen arbeiten zusammen, sodass Übergänge besser vorbereitet werden können. Schon in der Kita werden Grundlagen gelegt, die in der Grundschule aufgegriffen werden. Projekte und Arbeitsgemeinschaften verbinden Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen miteinander. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch auf einrichtungsübergreifende Veranstaltungen wie das Nachbarschaftsfest, dem Campus-Sommerfest oder Naturprojekte, die Theorie und Praxis vereinen.
Besonders interessant ist für viele Familien auch die Flexibilität des Bildungsgangs. Am Campus Wilhelmstadtschulen kann das Abitur je nach individuellen Bedürfnissen nach zwölf oder dreizehn Schuljahren abgelegt werden. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, den mittleren Schulabschluss (MSA) zu erwerben und anschließend direkt in eine Berufsausbildung einzusteigen. Damit passt sich der Campus den individuellen Lebenswegen an und eröffnet vielseitige Perspektiven. Dies wird durch das umfangreiche Fremdsprachenangebot ergänzt. So werden neben Englisch in den Einrichtungen auch Spanisch, Türkisch, Russisch und Französisch gelehrt. Darüber hinaus können die Kinder und Jugendlichen auch im musischen Bereich aktiv werden. Wer öffentliche Auftritte nicht scheut, kann als Teil der Schulband an öffentlichen Auftritten teilnehmen. Dazu zählen nicht nur Schulfeste, sondern auch Galas des Trägers und Events von Partnerorganisationen. Möchte man es etwas ruhiger angehen, kann man durch die Kammermusik in die Welt der Instrumentalmusik eintauchen. Der Instrumentalunterricht findet sowohl in der Gruppe als auch im Rahmen von Einzelstunden statt und umfasst verschiedene Instrumente.
Die Vielfalt der Bildungswege macht jedoch nicht bei Sprachen und Musik halt, sondern erstreckt sich auch auf den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Regelmäßig nehmen Schülerinnen und Schüler an nationalen Wettbewerben, wie bspw. „Jugend forscht“, und auch an internationalen Wettbewerben, wie den „International Greenwich Olympiad“ in Großbritannien, oder auch dem MINT-Wettbewerb „VILIPO“ in Litauen teil. Im Unterrichtsband wird mit 3-D-Druckern, Drohnen und auch Robotern gearbeitet, um für die Teilnahme an Wettbewerben zu motivieren. Durch diese Schwerpunktsetzung konnte erstmals 2020 und 2022 zum zweiten Mal der Jugend-forscht-Schulpreis ergattert werden. Zudem bekamen die Schuen durch umfassende Investitionen in die MINT- und IT-Infrastruktur die Auszeichnung „Digitale Schule“ sowie „MINT-freundliche Schule“ verliehen.
Diese Vielfalt an Bildungswegen kann zugleich aber auch unübersichtlich wirken. Hier bilden die regelmäßig stattfindenden Berufsinfomessen einen wichtigen Baustein. Mit über 30 vertretenen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Arbeitgebern – von Behörden über mittelständische Handwerkerbetriebe bis hin zu großen Unternehmen – bieten sie Jugendlichen wertvolle Einblicke in Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Der Eintritt ist frei, und sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Eltern nutzen die Chance, direkt mit Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. So wird frühzeitig ein beruflicher Orientierungsrahmen für die Zeit nach der Schule geschaffen.
Die Abiturerfolgsquote von 100 Prozent und einem Notendurchschnitt, der im letzten Jahr bei 2,07 lag, belegt die erfolgreiche Arbeit am Campus Wilhelmstadtschulen. Im letzten Schuljahr erreichten 26 Schülerinnen und Schüler einen Abiturschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Die Erfolge werden durch angemessene Klassengrößen, vielseitigen Angeboten und individueller Förderung erreicht. Zusätzlich werden an Wochenenden und in den Ferien Nachhilfeprogramme und Prüfungsvorbereitungskurse angeboten.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hat im November eines jeden Jahres die Gelegenheit dazu: Beim Tag der offenen Tür auf dem Campus Wilhelmstadtschulen öffnen alle Schulen ihre Türen. Interessierte Familien können die modernen Räumlichkeiten besichtigen, mit Lehrkräften, Pädagogen sowie den Schulleitungen ins Gespräch kommen. Unterdessen können sich die Kinder auf den großzügigen Außenflächen austoben. Abgerundet wird der Tag der offenen Tür mit Livemusik der Schulband, Mitmachaktionen, Kaffee und Kuchen, ausgestellten Schülerarbeiten und Einblicken in das Schulleben.
Die Wahl der passenden Schule gehört für viele Eltern zu den bedeutendsten Entscheidungen, die sie in ihrem Leben für ihre Kinder treffen müssen. Sie beeinflusst nicht nur den Lernweg des Kindes, sondern prägt auch Freundschaften, Freizeitgestaltung und die gesamte Sozialisation. Wer schon einmal den Wechsel von Kita zu Grundschule oder von Grundschule zu Oberschule erlebt hat, weiß: Übergänge bringen Unsicherheit mit sich – für Kinder wie Eltern. Umso wertvoller ist ein Konzept, das in gesamtgesellschaftlich zunehmend als unsicher wahrgenommenen Zeiten auf Kontinuität setzt und Kinder von der Kita bis zum Abitur langfristig begleitet.
Der Träger IBEB gGmbH
Der Träger, die Initiative für Bildung und Erziehung Berlin (IBEB) fördert als gemeinnützige GmbH mit rund 320 Mitarbeitern die allgemeine und die schulische Bildung und Erziehung von jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Sprache. Sie betreibt neben dem Campus Wilhelmstadtschulen eine weitere Grundschule sowie weitere Kindertagesstätten, die sich in unterschiedlichen Berliner Bezirken befinden.